Warme Garage an kalten Tagen: Möglichkeiten, um die Garage zu heizen

Ein Platz für den fahrbaren Untersatz. Das war lange Zeit der Hauptgrund, warum Garagen gebaut wurden. Und doch gab es bereits von Beginn an Wagenhäuser, die hervorstachen. Sie waren größer und komfortabler oder verfügten über besondere Extras. So ließ etwa Carl Benz, der Erfinder des ersten praxistauglichen Automobils, 1910 in Baden-Württemberg eine Garage als Turm in historischer Form bauen, die sogar über ein Studierzimmer im Obergeschoss verfügte. Und heute? Heute ist die Garage weitaus mehr als nur ein Unterstellplatz für das Auto und wird vielfältig genutzt. Das führt dazu, dass sich viele mit der Frage beschäftigen, wie sich eine Garage heizen lässt. Auch für Fahrzeuge – insbesondere für Oldtimer und exklusive Karossen – kann eine Heizung von Vorteil sein. So setzen Frost oder Feuchtigkeit Lack, Batterie und Co. weniger zu. Und auch wenn nicht winterharte Pflanzen dort gelagert werden sollen, macht eine Heizung Sinn. Im Folgenden gibt es Wissenswertes zum Thema Heizung für die Garage.  

Garage heizen: Das sollten Sie vorab klären 

Wer auf der Suche nach einer effizienten Heizung für die Garage ist, sollte sich zunächst Gedanken über grundlegende Aspekte machen:

  • Vorschriften: Bestimmungen hinsichtlich der Nutzung von Garagen können von Land zu Land unterschiedlich sein. Wer diesen Raum dauerhaft für andere Zwecke nutzen möchte – und sich eine Heizung oder ein Heizgerät für die Garage anschafft –, muss sich daher vorab beim Bauamt erkundigen, ob dies zulässig ist. Auch die Nachbarn sollten informiert werden, damit es zu keinem Streit kommt. Schließlich kann ein Feuerlöscher im Zusammenhang mit einer Heizung für die Garage sinnvoll oder gar Vorschrift sein.

  • Stromanschluss: Vor allem freistehende Garagen, die nicht mit dem Wohnhaus verbunden sind, verfügen oft über keinen Stromanschluss. Dieser ist allerdings wichtig, möchten Sie etwa eine Elektroheizung installieren bzw. ein Heizgerät aufstellen. Es kann also sein, dass Sie Ihre Garage nachrüsten müssen. 

  • Isolierung: Viele Garagen besitzen gar keine Dämmung oder sind unzureichend isoliert. Die Folge: Die Wärme, die beim Heizen entsteht, kann rasch wieder entfleuchen und bahnt sich ihren Weg durch Wände, die Decke, den Boden oder das Garagentor. Eine Garagenisolierung ist daher essentiell und sollte, wenn möglich, bereits beim Bau berücksichtigt werden. Gleichzeitig müssen Sie dann auf genügend Luftaustausch achten, damit Rost oder Schimmel keine Chance haben. Denn: Nach der Dämmung ist nur noch ein begrenzter Luftaustausch möglich. Rüsten Sie in diesem Fall die Garage mit einem Lüftungssystem nach oder statten Sie sie mit einem Fenster aus. Und: Vergessen Sie bei der Isolierung nicht auf das Garagentor! Einteilige Garagentore können oft nachträglich isoliert werden, Roll- und Sektionaltore nicht.  

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Möglichkeiten für eine effiziente Heizung in der Garage 

In puncto Heizung für die Garage stehen Ihnen mittlerweile viele Optionen offen, die mit unterschiedlichen Kosten und unterschiedlichem Zeitaufwand verbunden sind. Zum Beispiel:

  • Elektroheizung: Einen Stromanschluss und wenig Platz – mehr braucht es für eine Elektroheizung nicht. Heizlüfter, Elektro-Konvektoren und andere kleine Heizgeräte für die Garage gibt es bereits ab wenig Geld. Einmal angesteckt, sorgen sie rasch für Wärme und sind unkompliziert handzuhaben. Wer will, kann sie sogar mit Solarpanelen koppeln, die etwa auf dem Dach der Garage Platz finden. Doch Achtung: Wer damit über lange Zeit hinweg die gesamte Garage warmhalten möchte, muss tief in die Geldtasche greifen – die Betriebskosten können in die Höhe schnellen.

  • Infrarotheizung: Wer nur eine bestimmte Ecke – und sich selbst beim Arbeiten – wärmen möchte, kann sich einen Infrarotstrahler zulegen. Dieser nutzt elektromagnetische Wellen. Treffen die auf einen Körper oder Gegenstand, wird dieser erwärmt. Eine Infrarotheizung kann also für eine rasche Erwärmung einer begrenzten Fläche sorgen – für den Dauereinsatz und zum Heizen der ganzen Garage ist sie jedoch nicht geeignet.

  • Gas-Heizstrahler: Verfügt Ihre Garage über einen Stromanschluss, so können Sie auch auf einen Gas-Heizstrahler zurückgreifen. Wichtig hierbei: Dieser muss auch wirklich für die Nutzung zugelassen sein. Beachten Sie zudem, dass auch Platz für die Gasflasche vorhanden sein muss. Diese Lösung eignet sich insbesondere für eine punktuelle, temporäre Heizung. Eine Sonderform stellt ein Katalyt-Ofen dar. Dieses mobile Heizgerät für die Garage benötigt kein Abgasrohr und produziert keine offene Flamme. Doch Achtung: Hierbei müssen Sie auf eine gute Belüftung achten!

  • Ofen: Mit etwas höheren Anschaffungskosten ist auch ein Ofen möglich. Voraussetzung hierfür: Sie brauchen einen Kamin-Anschluss und damit einen Profi, der diesen prüft. Dafür können Sie auf einen Stromanschluss verzichten, Sie heizen mit dem nachhaltigen Rohstoff Holz und profitieren von einer Lösung, die die Garage innerhalb kürzester Zeit erwärmt. Wer in einem Haushalt mit kleinen Kindern lebt, muss hierbei allerdings Sicherheitsvorkehrungen treffen – ein Ofen birgt etliche Gefahren. 

  • Zentralheizung: Die komfortabelste Lösung ist es, die Garage an die Zentralheizung des Hauses anzuschließen. Doch das ist nicht immer möglich – vor allem dann nicht, wenn die Garage am anderen Ende des Grundstücks steht. Wird dies nachträglich umgesetzt, so sollten Sie einiges an Kosten und Zeit einkalkulieren und die Garage muss gut isoliert sein. Ist dies geschafft, so profitieren Eigentümer von vielen Vorteilen: Die Betriebskosten sind gering, wodurch die Garage über längere Zeit hinweg ohne Probleme geheizt werden kann. Zudem erwärmt sie sich schnell und der Raum kann so auf vielfältige Art und Weise genutzt werden. 

Nutzungsmöglichkeiten von Beginn an abwägen 

Die passende Heizung für Ihre Garage hängt also eng mit der Nutzung zusammen. Wer nur kurzfristig Wärme braucht, kann auf einfache, temporäre Heizgeräte für die Garage zurückgreifen. Wer den Raum langfristiger und intensiver nutzen möchte, ist mit anderen Lösungen besser beraten. Achten Sie bei Ihrer Wahl auch auf den generellen Zustand der Garage: Wie groß ist sie und welcher Bereich soll erwärmt werden? Ist sie ausreichend isoliert? Verfügt sie über einen Stromanschluss? Und treffen Sie Sicherheitsvorkehrungen für alle Familienmitglieder, die sich in der Garage aufhalten. 

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